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Pflegestandards sind allgemein gültige und akzeptierte Normen, die den Aufgabenbereich und die Qualität der Pflege definieren. Sie legen themen- und tätigkeitsbezogen fest, was der Pflegedienst in einer konkreten Situation generell leisten will/soll und wie diese Leistung auszusehen hat. Adelheid von Stösser Pflegeinsider denken beim Begriff Pflegestandards meist spontan an die Stösser-Standards. Das liegt nicht nur daran, dass ich die erste Fachfrau hierzulande war und bis heute bin, die ein ganzheitliches Pflegekonzept entwickelt hat, dessen Grundbausteine Pflegestandards sind, sondern mehr noch an der inhaltlichen Qualität und Praxistauglichkeit der einzelnen Standardbeschreibungen. Während sich das Gesamtkonzept gegen die Doktrin eines wissenschaftlichen Modells leider nicht durchsetzen konnte, sind die Standards bis heute in der Praxis gefragt. Die Kartei der Lizenznehmer unseres Angebotes wuchs im Zeitraum von 1994 bis jetzt auf rund 5000 Einrichtungen und Dienste an und wächst wöchentlich weiter. Dies ist um so bemerkenswerter, bedenkt man, dass es seit 7 Jahren so gut wie keine Werbung für diese Standards gegeben hat: keine Anzeige in Fachzeitschriften, keine Briefwerbung - nichts. Wohl die meisten, die sich seitdem zum Kauf der Standardvorlagen entschlossen haben, taten dies, weil sie im Austausch mit Kollegen/-innen anderer Einrichtungen von den guten Erfahrungen mit diesen Standards hörten. Häufig beginnen Kontaktanrufe in folgender Weise: "Ich habe in Haus X Ihre Standards kennen und schätzen gelernt und möchte diese in dem Heim in dem ich jetzt arbeite auch einführen." Es gibt jedoch immer noch Einrichtungen und Dienste, die gerade erst beginnen, darüber nachzudenken ob sie schriftliche Standards einführen wollen. Andere begnügen sich mit den 3-6 Grundversorgungsstandards, auf deren Vorhandensein MDK und andere Kontrollorgane wert legen. Dabei werden Standards eher als notwendiges Übel denn als Wert gesehen. |